Praxis statt Theorie.
Automatisierung funktioniert am besten, wenn man pragmatisch startet und sauber iteriert. Nicht „alles auf einmal“, sondern gezielt dort, wo Zeit verloren geht und Fehler entstehen.
Typische Praxisfelder
Wo Automatisierung fast immer sofort wirkt.
Anfragen & E-Mail
Automatisches Sortieren, Weiterleiten, Ticket-Erstellung, Antwort-Entwürfe.
Dokumente
Ablage nach Regeln, Metadaten, Extraktion (z. B. Rechnungen), Freigaben.
Benachrichtigungen
Status-Updates per Mail/Slack/Teams – mit klaren Triggern statt „gefühlter Dringlichkeit“.
Schnittstellen
CRM, Tickets, Buchhaltung, Storage – verbunden über APIs statt Copy/Paste.
Von der Idee bis zum Rollout
Ein Ablauf, der Stabilität vor Show stellt.
1) Scoping & Zielbild
Was soll raus an Aufwand – und was gilt als Erfolg?
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- Prozess-Skizze: Eingang → Entscheidung → Aktion → Ergebnis
- Rollen: wer darf was freigeben, wer wird informiert?
- Risiken: Sonderfälle, Ausnahmen, Datenqualität
- Lieferumfang: Workflow, Doku, Monitoring-Setup
2) Bestandsaufnahme (IT/Tools/Schnittstellen)
Wir arbeiten mit dem, was da ist – und ergänzen nur, was wirklich fehlt.
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- Hardware/Umgebung: Server, NAS, Cloud, VPN, Zugriffswege
- Software: Mail, CRM, Tickets, Storage, Buchhaltung
- Schnittstellen: API, Webhook, IMAP/SMTP, Datenbanken
- Berechtigungen: minimal nötig, sauber dokumentiert
3) Prototyp & Testbetrieb
Erst stabil. Dann schnell.
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- Testmodus: Sandbox/Label/Test-Ordner, falls möglich
- Fehlerfälle: Retries, Timeouts, saubere Abbrüche
- Logging: nachvollziehbar, ohne unnötige Daten zu speichern
- Freigaben: „Human-in-the-loop“, wenn sinnvoll
4) Bugfixing & Härtung
Damit Workflows nicht „unter Last“ zerbröseln.
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- Input-Validierung (Felder, Typen, Pflichtdaten)
- Idempotenz/Dedupe (kein doppeltes Ticket, kein doppelter Upload)
- Grenzfälle: leere Felder, API-Fehler, Teilausfälle
- Rollbacks/Manuelle Eingriffe: sauber definierte Notfallwege
5) Rollout & Betrieb
Go-live mit Monitoring, Ownership und klaren Verantwortlichkeiten.
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- Go-live Plan (Zeitfenster, Backout-Option, Monitoring aktiv)
- Dokumentation: was macht der Workflow, wo sind Stellschrauben?
- Ownership: Kunde selbst oder Office-Monkey als Betriebspartner
- Change-Management: Anpassungen versioniert und nachvollziehbar
DSGVO & Datenminimierung
KI kann helfen – aber nur, wenn man sie sauber einbettet.
Grundprinzipien
Wir planen Workflows so, dass sie mit minimalen Daten auskommen und nachvollziehbar bleiben.
- Datenminimierung: nur verarbeiten, was nötig ist.
- Trennung: Inhalte vs. Metadaten, wo möglich.
- Protokollierung: Logs ja – aber ohne unnötige Klartextdaten.
- Rechte: least privilege, rollenbasiert, dokumentiert.
- Löschkonzept: Aufbewahrung und Löschung definieren.
KI: Lokal vs. Cloud
Je nach Datenschutzprofil wählen wir passende Modelle und Betriebsarten.
- Lokal (On-Prem): maximale Kontrolle, eigene Infrastruktur.
- EU/DSGVO-fähige Cloud: sinnvoll, wenn Skalierung wichtiger ist als On-Prem.
- Hybrid: PII bleibt lokal, „harmloser Kontext“ kann in die Cloud.
Welche KI-Modelle/Anbieter kommen infrage?
Auswahl hängt von Datenarten, Risiko und Infrastruktur ab.
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- Lokal betreiben: z. B. über Ollama / LM Studio / eigene GPU-Server (volle Datenkontrolle).
- EU-orientierte Anbieter / Enterprise-Setups: je nach Vertrag/AVV/Region. (Wichtig: echte DSGVO-Fähigkeit ist Vertrags- und Konfigurationssache.)
- OpenAI / Azure OpenAI (API-Integration via HTTP/Nodes; Region/AVV/Settings entscheidend)
- Google Vertex AI / Anthropic / Mistral (API-basiert; Governance über Verträge)
- Lokale LLMs (Ollama/LM Studio/OpenAI-kompatible Endpoints)
PII-Handling (personenbezogene Daten)
Wie wir vermeiden, dass sensible Daten unnötig in KI-Prompts landen.
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- Maskierung: Namen, E-Mail, Telefonnummern vor KI-Aufruf ersetzen.
- Reduktion: nur relevante Textausschnitte/Features senden.
- Trennung: Klassifikation mit minimiertem Kontext, Detailbearbeitung lokal.
- Audit-Trail: Entscheidungen nachvollziehbar, ohne Volltext zu speichern.
Betrieb & Überwachung
Wer schaut drauf – und wie merkt man früh, wenn was klemmt?
Option A: Betrieb durch den Kunden
Mit eigenem „Automation-/KI-Beauftragten“ (oder Admin) als Owner.
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- Dokumentation + Runbook (Fehlerbilder, Maßnahmen, Kontaktpunkte)
- Alerting-Grundlagen (E-Mail/Slack/Teams)
- Versionierung/Change-Regeln
Option B: Betrieb durch Office-Monkey
Wir überwachen Workflows und reagieren auf Störungen (nach Vereinbarung).
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- Überwachung von Runs/Fehlerquoten/Backlogs
- Bugfixes & Härtung bei neuen Edge-Cases
- Regelmäßige Optimierung (z. B. monatlicher Check)
Was wir grundsätzlich einbauen
Damit du nicht „im Blindflug“ automatisierst.
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- Transparente Logs (ohne unnötige personenbezogene Inhalte)
- Alerting bei Fehlern, Timeouts, ungewöhnlichen Mustern
- Retries mit Backoff (wo sinnvoll)
- Dedupe/Idempotenz gegen doppelte Verarbeitung
- Fallbacks (z. B. manuelle Queue) für Ausnahmefälle